Fissurenversiegelung

 

Karies gehört nach wie vor zu den häufigsten Erkrankungen in der Bevölkerung. Als besonders kariesgefährdet gelten die Kauflächen der großen bleibenden Backenzähne (Molaren) in den Jahren unmittelbar nach dem Zahndurchbruch. Um Karies an diesen Stellen vorzubeugen, kann eine sogenannte Fissuren- und Grübchenversiegelung an den Kauflächen aufgetragen werden. Dabei werden durch das Kunststoffmaterial die Eintrittspforten für die Karies verschlossen.

Die Wirksamkeit dieses Vorgehens wurde in einer Vielzahl wissenschaftlicher Studien weltweit belegt. Neben dem wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit der Versiegelung kann heute von einer hohen Zuverlässigkeit der verwendeten Materialien ausgegangen werden. Ebenso gilt der gesamte Arbeitsablauf als ausgereift.

 

Wenn die Fissuren so eng geformt sind, dass die Borsten der Zahnbürste nicht in sie eindringen können, um die Beläge zu entfernen, kann sich Karies schnell entwickeln.

Es gibt Fissuren, die enger sind als die Dicke einer einzelnen Zahnbürstenborste und deshalb nicht mit der Zahnbürste gereinigt werden können. Hier ist eine Versiegelung dringend zu empfehlen, um die Kariesentstehung an dieser Stelle zu vermeiden. Wenn die ampullenförmige Einziehung mit Versiegelungsmaterial gefüllt ist, kann die Kaufläche gut sauber gehalten werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Notwendigkeit einer Versiegelung muss für jeden einzelnen Zahn einzeln beurteilt werden und ist von seiner Kauflächenstruktur abhängig.

Wenn eine Versiegelung notwendig ist, sollte diese bereits kurz nach dem Zahndurchbruch erfolgen und in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, denn durch harte Speisen können Teile der Versiegelung verloren gehen und müssen ersetzt werden.

 

 

Welche Kosten entstehen?

 

Die Fissurenversiegelung der ersten und zweiten bleibenden Backenzähne kann als kassenzahnärztliche Leistung im Rahmen des Individualprophylaxe-Programms bei 6- bis 17-Jährigen in der Bundesrepublik abgerechnet werden und steht demzufolge gesetzlich versicherten Patienten dieser Altersgruppe kostenfrei zur Verfügung.

Demgegenüber kann die Fissuren- und Grübchenversiegelung an Milchmolaren, Prämolaren und Grübchen von Front- und Eckzähnen nicht über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Für die Abrechnung dieser zahnärztlichen Leistungen muss deshalb die privatrechtliche Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) herangezogen werden.

 

[Quelle: Wissenschaftlich abgesicherte Patienteninformation der Bundeszahnärztekammer und der DGZMK]

 

 

 

 

Tel. (05341) 4 77 76

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