Revisionsbehandlung

 

Wurzelkanalbehandelte Zähne können grundsätzlich genauso lange wie nicht wurzelkanalbehandelte Zähne erhalten bleiben – im Idealfall also ein Leben lang. Da jedoch die Wurzelkanalbehandlung eine der kompliziertesten zahnmedizinischen Eingriffe darstellt, ist es möglich, dass eine Wurzelkanalbehandlung in einigen Fällen nicht den gewünschten Erfolg erzielt.

 

Um den betroffenen Zahn dennoch zu erhalten besteht die Möglichkeit eine erneute Wurzelkanalbehandlung, eine sogenannte Revisionsbehandlung, durchzuführen. Dies kann notwendig sein, wenn:

 

- Enge oder gekrümmte Kanäle in der ersten Sitzung nicht ausreichend gereinigt werden konnten - Komplizierte anatomische Strukturen des Wurzelkanalsystems bei der ersten Behandlung nicht vollständig gereinigt werden konnten - Die abdichtende Füllung oder Krone undicht geworden ist und erneut Bakterien in das Wurzelkanalsystem gelangt sind

 

Die ersten Schritte der Behandlung werden wie bei der Erstbehandlung durchgeführt:

 

» Der Zahn wird mittels des Spanngummis isoliert, die Hohlräume werden aufgesucht und das vorhandene infizierte Füllmaterial wird entfernt. Dann erfolgt die erneute

   Reinigung, die bei einer Revisionsbehandlung oftmals schwieriger und zeitaufwändiger ist. Unter Berücksichtigung des Einzelfalles wird in das gereinigte

   Wurzelkanalsystem bis zum folgenden Termin vielleicht ein Medikament eingebracht. Zur Behandlung kann es nötig sein eine vorhandene Krone oder Brücke zu

    entfernen, um das Wurzelkanalsystem zu erreichen.

» Insbesondere bei Revisionsbehandlungen kann es sinnvoll sein optische Vergrößerungshilfsmittel einzusetzen, um alle unzureichend oder nicht behandelten

    Hohlräume des Wurzelkanalsystems zu finden und altes Wurzelfüllmaterial komplett zu entfernen. Das Wurzelkanalsystem mit seinen Hauptkanälen und Seitenkanälen,

    als auch die infizierte Zahnhartsubstanz werden nun gereinigt, desinfiziert und neu ausgeformt.

» Anschließend wird der so entstandene Hohlraum mit einem plastischen versiegelnden Material gefüllt. Zum Abschluss wird der Zugang zum Wurzelkanalsystem mit

    einer dichten Füllung verschlossen und die Zahnkrone wieder aufgebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Quelle: Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e.V. (DGET)]

Tel. (05341) 4 77 76

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